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Der Japan Spitz und seine deutschen Verwandten


Auf den ersten Blick und mit ungeübtem Auge ist der Japan Spitz kaum vom Deutschen Mittelspitz zu unterscheiden.

Lediglich in Farbe und Statur fallen Differenzen auf.

So ist der Japan Spitz ausschließlich Reinweiß, während der Mittelspitz ein weißes, schwarzes, braunes, orangefarbenes, graugewolktes oder andersfarbiges Fell tragen kann.

Im Körperbau ist der Japanspitz etwas länger als hoch. Laut FCI Standard ist ein Verhältnis von 10:11 zwischen Schulterhöhe und Rumpflänge optimal.

Beim Deutschen Mittelspitz sollte es hingegen ganz kompakt 1:1 ausfallen. Und auch im Verhalten ähneln sich die Rassen sehr.

Der Japan Spitz hat jedoch einige Besonderheiten, die ihn vom Mittelspitz abweichen lassen. Weil er im Gegensatz zu Deutschen Spitzen als reiner Begleithund gezüchtet wurde, neigt er weniger zum Bellen. Japanspitze sind dennoch wachsam, schlagen aber seltener an. Und auch Fremden gegenüber verhält er sich meist nicht allzu misstrauisch.

Weitgereister Mittelspitz? – Die Herkunft des Nihon Supittsu

Japanspitze benötigen viel Bewegung
Japanspitze haben einen hohen Bewegungsdrang. Daher ist es wichtig, dass Du für Deinen Japan Spitz genügend Zeit hast.

Ganz sicher ist die Entstehung des Japan Spitzes, der im Herkunftsland auch als Nihon Supittsu bekannt ist, nicht zurückzuverfolgen. Bereits bei dem deutschen Urahnen gehen die Meinungen auseinander.

Die einen vermuten eine Abstammung vom Großspitz, die anderen gehen aufgrund der Größe vom Mittelspitz aus. Sicher ist jedoch, dass Vorläufer des Nihon Supittsu nach Japan gebracht und dort – vermutlich unter der Einzucht anderer Rassen – vom Wach- zum Begleithund wurden.

Von Japan aus kamen die asiatischen Spitze schließlich wieder nach Europa und gewinnen seither an Beliebtheit.

Der Japan Spitz im FCI Standard

Der Japanspitz unterscheidet sich auch im FCI Standard nur gering von dem Deutschen Mittelspitz. Folgende Punkte sollten Hunde der Rasse erfüllen.

  • Schulterhöhe: 30 bis 38 cm
  • Gewicht: etwa 3,5 bis 10 kg, optimal meist zwischen 5 und 6 kg
  • Fell: mittellang; seidiges Deckhaar mit dichter Unterwolle
  • Farbe: reinweiß
  • Kopf: Spitzkopf, der zur Nase hin spitz zuläuft
  • Körper: gut bemuskelt und etwas länger als hoch, optimales Verhältnis liegt bei 10:11 zwischen Höhe und Länge
  • Schwanz: Hoch angesetzt, wird über dem Rücken getragen
  • Wesen: anhänglich, fröhlich und intelligent; ohne Jagdtrieb, macht keinen Lärm

 Das Wesen der asiatischen Rasse

Japan Spitz
Der Japan Spitz ist sehr anhänglich und auf seinen Besitzer fixiert. Er ist allerdings kein Kläffer!

Der Japan Spitz hat ein edles und elegantes Erscheinungsbild. Von dem reinweißen Fell, das frisch gebürstet besonders anziehend wirkt, bis zu der stolzen Körperhaltung – er ist einfach ein Blickfang.

In dieser hübschen Schale steckt aber kein Charakter, der nur seiner Schönheit wegen bewundert werden möchte. Stattdessen findet sich in ihr ein fröhliches und ausgeglichenes Gemüt mit viel Lust an Bewegung.

Lange Spaziergänge, Wanderungen oder Hundesport, der Japan Spitz ist dafür sogar bei Regenwetter und Schnee zu haben. Vor allem junge Hunde dieser Rasse sind sehr aktiv und haben einen hohen Bewegungsdrang. Unkompliziert und – eigentlich – leicht schon als Welpe zu erziehen (siehe auch Spitz Erziehung), verfügt der Japan Spitz über große Intelligenz.

Ihm sitzt hin und wieder aber schon einmal der Schalk im Nacken. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass er versucht, den eigenen Willen mit überraschend durchdachten Tricks durchzusetzen.

Wie bereits erwähnt, ist der Nihon Supittsu durchaus kein Kläffer. Wachsamkeit legt er dennoch an den Tag, vor allem wenn es um den Schutz seiner Familie geht. Denn an dieser hängt er sehr stark.

Die ausgesprochene Anhänglichkeit teilt der Japanspitz sich mit den Deutschen Spitzen. Daher möchte er auch nichts lieber, als zu jeder Zeit mit seinen Zweibeinern zusammen zu sein. Anderen Tieren und Fremden gegenüber kann der Japan Spitz anfänglich reserviert sein, hat er einmal Vertrauen gefasst verlaufen Kontakte in der Regel aber zumindest reibungslos.

Ein gut sozialisierter Nihon Supittsu schließt sogar schnell Freundschaften – ganz egal, ob es sich dabei um Nachbars Katze, Meerschweinchen oder Wildvögel handelt. Hierbei fällt der fehlende Jagdtrieb auf. Eine Eigenschaft, die in tierreichen Gebieten schnell geschätzt wird.

Pflegeaufwand und Gesundheit

Japanspitze Rasse
Das Fell der Hunde Rasse Japanspitze ist sehr pflegeleicht.

Der Nihon Supittsu benötigt trotz seines beeindruckenden Haarkleids nur wenig Fellpflege. Zweimal wöchentlich sollte es gründlich gekämmt und gebürstet werden. Innerhalb des Fellwechsels am besten täglich, um die losen Haare schneller zu entfernen und Knoten vorzubeugen.

Gebadet wird nur im Notfall bei Bedarf, geschoren oder getrimmt gar nicht.

Aufgrund seiner Größe neigt der eigentlich robuste Japan Spitz eher zu den typischen Erkrankungen kleiner Hunde.

Dazu gehören ZahnproblemePatellaluxationen und Krankheiten des Herzens. Das Risiko von Zahnstein, frühzeitigem Zahnverlust und Herzkrankheiten lässt sich jedoch durch regelmäßige Zahnpflege verringern.

Mindestens wöchentliches, besser noch tägliches, Putzen der Zähne ist daher von entscheidender Bedeutung. Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt sind ebenfalls empfehlenswert. Insgesamt ist der Japan Spitz also ausgesprochen pflegeleicht.

Passen der Japanspitz und ich zusammen?

Kompakt in der Größe, fröhlich im Gemüt und leise – die Eigenschaften des Japan Spitzes machen ihn für viele zum idealen Hund.

Selbst für Menschen, die erstmalig zum zweibeinigen Dosenöffner werden möchten. Damit Intelligenz und ausgeglichenes Wesen aber auch zu Tage kommen können, müssen die Ansprüche des Nihon Supittsu erfüllt werden. Dazu gehört reichlich Bewegung.

Zumindest ein langer Spaziergang, von mindestens einer Stunde, sollte es täglich sein. Mehr nimmt der Spitz mit Sicherheit nicht übel. Als gelegentliche Alternative oder regelmäßiger Zusatz bietet sich Hundesport, wie beispielsweise Agility, an.

Dabei darf und sollte es ruhig etwas geistige Arbeit geben, bei der der japanische Spitz seine Intelligenz unter Beweis stellen kann. Wer statt frischer Luft lieber die gemütliche Couch genießt, ist also – zumindest mit einem jungen Japan Spitz – denkbar schlecht beraten.

Neben der körperlichen und geistigen Auslastung sind die Zeit und Möglichkeiten der Mitnahme entscheidend. Optimal ist es, wenn der Vierbeiner sogar mit auf die Arbeit genommen werden kann. Langes Alleinsein bekommt ihm hingegen nicht gut. Zwar kann er mit etwas Geduld daran gewöhnt werden, für einige Stunden getrennt von seinen Menschen zu sein – durch seine immense Verbundenheit zu ihnen kann er darunter aber leiden. Das gilt auch dann, wenn er nicht die einzige Fellnase im Haushalt ist.

Menschen mit langen Arbeitszeiten und häufigen Geschäftsreisen passen also nicht zum Japan Spitz. Es sei denn, der Hund darf überallhin mitgenommen werden.

Durch sein freundliches Wesen und den geringen verbalen Ausdruck ist er der ideale Begleiter, gleich, ob es ins Büro geht oder in einen Verkaufsraum. Singlehaushalt, Familie mit Kindern oder agile Rentner, Stadtwohnung oder Haus mit Garten – der Nihon Supittsu passt zu allen – solange sie ausreichend Zeit mitbringen und aktiv sind.

Durch die recht einfache Erziehung eignet er sich sogar als Hund für Anfänger. Diese müssen aber Geduld und liebevolle Konsequenz mitbringen. Denn früher oder später wird der Spitz versuchen, seinen Willen auf gewitzte Art durchzusetzen. Wer hierbei nachgibt, kann ein gefährliches Beispiel setzen.

 Junghund oder Senior?

Japanspitz Welpen
Japanspitz Welpen benötigen in den ersten Monaten viel Aufmerksamkeit. Kaufe einen Welpen immer beim Züchter!

Im Welpenalter und als junger Hund ist der Japan Spitz besonders aktiv und spielfreudig. Das macht es zum einen einfach, ihm zahlreiche Tricks beizubringen und selbst sportlich zu werden.

Zum anderen bedeutet es aber auch, viel Zeit zu investieren. Denn sind Vertreter dieser Rasse unausgelastet, suchen sie sich ihre Beschäftigung selbst. Dabei sind sie zwar nicht unbedingt zerstörerisch, könnten aber unerwünschtes Verhalten entwickeln. Mit zunehmendem Alter wird der Nihon Supittsu entspannter und ist mit einer ruhigeren Form der Auslastung zufrieden.

Wer den Alltag selbst mit wenig Aufregung gestalten möchte, sollte daher einen erwachsenen Hund oder sogar Senioren in Betracht ziehen. Mit einer Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren haben auch die älteren Japan Spitze noch einiges zu geben.

Egal ob Welpe, Junghund, Erwachsener oder Senior – als Anlaufstellen bieten sich in jedem Fall Tierheime, Vereine wie Spitze in Not und Züchter an. Durch schlechte Haltung und verstorbene Besitzer kommen die Vierbeiner nicht selten in die Tierhilfe oder zurück zum Züchter.

Ein Welpe, der nicht adoptiert wurde, kann hier ebenso auf ein neues Zuhause warten, wie ein Hund, der sich nicht (mehr) zur Zucht eignet.

Obwohl ihre Beliebtheit zunimmt, ist die Rasse noch recht selten. Es lohnt sich daher, an verschiedenen Stellen Interesse zu bekunden. Und auch einmal beim Verein für Deutsche Spitze nachzufragen.

Hast Du einen Japan Spitz? Erzähle von ihm? Was macht Deinen Hund so besonders?

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Roland Graßer

    Ein Traum von einem Hund!!! So fröhlich, ruhig, lieb zu allen (Menschen wie anderen Hunden) und anhänglich, immer begeistert fuer ein Spiel zu haben und Spazierengehen ist das Größte, dabei bleibt er stets in der Nähe und behält seine Leute immer im Blick. Obwohl erst 11 Monate, ist er in jeder Situation abrufbar, selbst wenn er gerade zu einem Hundefreund ueber die Straße flitzen möchte, eine Krähe verfolgen oder mit einer Kröte spielen will, selbst als ein Reh den Weg kreuzte – er stoppte jedesmal, wenn man mit Nachdruck nach ihm rief. So feinfuehlig und sozial auch und vorsichtig mit jedem anderen Wesen, das ist einfach toll! Ein richtig toller Rudelhund. Geht vorsichtig, aber immer freundlich auf jeden Menschen und Hund zu. Und leicht zu erziehen ist er, da er unbedingt gefallen möchte. Nur bei Tricks und neuen Kommandos ist Toleranz und langer Atem gefragt, denn ganz typisch Japanspitz hält er nichts von längeren Uebungseinheiten – nach ca. 10 Minuten reicht es ihm, egal, wie spannend er es anfangs fand und wenn das Leckerli noch so toll ist, wenn Schluss ist, ist Schluss und das bestimmt sehr deutlich ER.
    Unser Japanspitz bellt sehr selten und schlägt nur an, wenn es wirklich einen Grund dazu gibt. Sein Fell ist quasi selbstreinigend und egal, wie tiefbraun vor Schlamm er ist an Pfoten und Bauch – bis wir zu Hause sind, ist fast alles längst wieder abgebröselt und er beinahe wieder reinweiß – wir nennen ihn unseren „Teflonhund“. Er ist suechtig nach Bewegung und möchte täglich mehrmals einige Minuten wild herumrennen und viel spielen. Im Haus dagegen bemerkt man ihn kaum, auch haart er so gut wie gar nicht. Ein Schlitzohr ist er dennoch und klaut fuer sein Leben gerne Socken oder kaut alles an, was er so findet. Einzig Wärme liebt er wenig und sucht stets die kuehlsten Orte. Deshalb geht kuscheln immer nur intensiv, aber kurz, dann wird es ihm einfach zu warm bei uns, am liebsten wäre er ständig draußen oder wenigstens am offenen Fenster. Trotzdem, auch Spaziergänge bei 23/24 Grad sind durchaus möglich (drueber ist es wegen des dichten Fells eher nur noch kurz und mit Wasserkuehlung ratsam), allerdings muss man immer Wasser dabei haben, bei mehr als 18 Grad muss er im Gegensatz zu all unseren anderen Hunden alle 10-20 Minuten trinken.
    Woran wir uns gewöhnen mussten und was bei diesem Hund neu und anders war als bei unseren anderen Hunden: Dass er einen immer wieder „anschnullen“ möchte und öfter mal den Arm oder die Hand liebevoll im Maul hält oder wenigstens am Finger schnullen will, was ihm sehr wichtig scheint und seine Art der Liebesbekundung ist. Dass er bis jetzt noch oft etwas unkoordiniert ist und einem relativ oft in die Beine rennt oder manchmal die Kurve nicht kriegt oder den Bremsweg unterschätzt, das haben wir mit unseren anderen Hunden nicht so erlebt. Dass er Bett und Sofa von sich aus meidet und lieber den harten, kalten Steinboden bevorzugt, das wäre keinem anderen unserer Hunde eingefallen. Dass er uns immer zu Fueßen liegt. Dass er sich draußen nie sehr weit wegbewegt von uns, uns ständig im Auge behält, sich immer abrufen lässt und außer Mäusen nichts jagt (höchstens mal 20m hinter einem Vogel herrennt, aber gleich wieder umdreht) – ein absolut ungewohnter Luxus fuer uns und äußerst angenehm bei Spaziergängen, denn er kann fast ueberall ohne Leine laufen von Anfang an. Meistens, wenn man nach dem Japanspitz ruft, dann steht er direkt hinter einem. Sein Wesen und Verhalten erscheint uns insgesamt, als hätten wir eher einen durch und durch nordischen Hund, einen Schlittenhund als einen Spitz und als wäre er nicht nur eventuell verwandt mit Samojeden (was ja umstritten ist), sondern er kommt uns beinahe vor wie ein kleiner Samojede im Vergleich zu denen, die wir kennen.

    Dieser Hund ist der richtige, wenn man viel Zeit hat und viel da ist fuer diesen Hund, der ungern alleine bleibt, auf so ein fröhliches, schneeweißes Fellknäuel steht, das immer elegant und schön aussieht und zu lächeln scheint, dessen seidenweiche Haare man am liebsten permanent knuddeln möchte und dessen Unterwolle wie Watte ist und wenn man kein Problem damit hat, bei jedem Spaziergang auf dieses Tier angesprochen zu werden und schlagfertig Rede und Antwort zu stehen (Welche Rasse ist das denn?/ Ui, ist der aber weiß!/ Ein Spitz, sowas hatten wir auch frueher/ Da schau her, ein Spitz, die nannte man frueher „Wadlbeißer“/ Muss der jeden Tag gebadet werden?/ Wie haben Sie den denn so weiß gekriegt?/ Oh je, da muessen Sie wohl ständig buersten, oder?/ So ein schöner Hund! – das sind die häufigsten Komentare).

    Wir sind jedenfalls schwer begeistert von unserem Japanspitz!

    1. Kleinspitz.de

      Hallo Roland!

      Vielen lieben Dank für diesen ausführlichen Erfahrungsbericht zum Japanspitz. So können sich andere ein gutes Bild von dieser wunderschönen und anhänglichen Rasse machen. Diese Hunde sind etwas ganz Besonderes und mit anderen Rassen teilweise nicht zu vergleichen.

      Liebe GRüße,
      Vanessa

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