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Was ist typisch Spitz?


Mit dem Spitz holen Sie sich ein Familienmitglied ins Haus, das Sie und Ihre Kinder treu und zuverlässig überall hin begleitet.

Äußerst menschbezogen, lebhaft und auf Haus und Hof bedacht fügt sich der Spitz ideal in eine Familie ein.

Mit seinem charmanten Lächeln gewinnt er alle Familienmitglieder für sich und freut sich über gemeinsame ausgelassene Spiele.

Charakter vom Spitz
Der Spitz hat einen lebhaften und vor allem familienbezogenen Charakter.

Seinen Ursprung als Wachhund schätzen Halter vor allem wegen der fast schon sprichwörtlichen Wachsamkeit dieser Hunderasse. Gelehrig und klug sind Spitze gerne dazu bereit, kleine Kunststücke zu lernen oder kleine Aufgaben zu übernehmen.

Mit viel Lauffreude ausgestattet freut sich der Spitz über ein großes Platzangebot zum Tobe und über Spaziergänge bei Wind und Wetter.

Der Spitz und Kinder – ein tolles Team

Durch seine soziale und fröhlich-lebhafte Art eignet sich der Spitz auch für Familien mit Kindern gut. Gerade größere Kinder werden es lieben, sein wunderbar weiches Fell zu streicheln – eine Beschäftigung, die der Spitz genauso liebt.

Als Spielpartner zum Herumtollen und Rennen freut sich der Spitz über gemeinsame Spiele und anschließende Schmusestunden zum Erholen.

Ein gut erzogener Spitz kann mit der ganzen Familie zusammen eine Fahrradtour mitmachen oder lange Spaziergänge unternehmen.

Spitz Wesen
Durch sein Wesen eignet sich der Spitz sehr gut als Familienhund. Kinder kommen gut mit ihm zu Recht.

So ist der Spitz

Als eine der ältesten Hunderassen Europas kann der Spitz auf eine eindrucksvolle Geschichte als Wach- und Familienhund zurückblicken.

Die Familie der Spitze wird unterteilt in die Gruppen der Zwergspitze,  der Mittel- und Wolfsspitze sowie der Großspitze. Mit einer Widerristhöhe von 20 cm bis zu fast 50 cm decken die verschiedenen Spitzfamilien einen breiten Größenspielraum ab.

Mit der sich nach oben ringelnden Rute verfügt der Spitz über ein klares Identifikationsmerkmal, das wuschelige Haarkleid mit reichlicher Unterwolle lädt zum Streicheln und Kraulen ein.

Obwohl das weiße langhaarige Fell als Charakteristikum des Spitzes gilt, kann er auch schwarz, braun, orange oder graugewolkt gefärbt sein. Weitere Farbspielarten machen den Spitz zu einem ganz besonders varietätenreichen Hund.

Einige FCI-Rassestandards des Spitz

Die FCI-Systematik verortet den Spitz in der Gruppe 5. Diese ist weiter unterteilt in die Sektionen 4 und 5, wo genauer zwischen dem europäischen Spitz und dem asiatischen Spitz unterschieden wird, denn beide sind, mit Ausnahme des Eurasiers und des Japan-Spitzes, nicht miteinander verwandt.

Mit den Rassestandards wird ein ganzes Konglomerat von Eigenschaften umschrieben, die den Spitz zu dem Hund machen, der er ist.
Sein mähnenartiges Kragenfell sollte abstehen, die buschige Rute wird nach oben geringelt über dem Rücken getragen. Besonders charakteristisch für den Spitz ist auch sein fuchsartiges Gesicht und die spitz geformten klein proportionierten Ohren, die eng zusammenstehen. Das Verhältnis von Widerristhöhe zur Länge des Hundes sollte 1:1 betragen.
Viele weitere Rassestandards, welche die spezifischen Merkmale der unterschiedlichen Spitzfamilien beschreiben, beziehen sich nicht nur auf das äußere Erscheinungsbild dieses Hundes, also seine Gestaltung von Kopf bis Fuß, sondern auch auf sein Wesen.

Spitze mit aggressivem oder ängstlichem Wesen entsprechen nicht dem Rassestandard und sind somit von der Zucht ausgeschlossen.

Der  der Großspitz als auch der Mittelspitz wurden im Jahre 2003 auf die Liste der vom Aussterben gefährdeten Haustierrassen gesetzt wurde.

Ist der Spitz ein Kläffer?

Ist der Spitz ein Kläffer?
Der Spitz bellt gerne. Das Kläffen kann man dem Hund durch Erziehung jedoch abgewöhnen.

Trotz aller wünschenswerten Eigenschaften, die den Spitz zu einem angenehmen Familienhund machen, tritt der Wachhund-Aspekt dieser Rasse nicht selten zum Vorschein.

Da er sehr auf sein Revier bezogen ist und Besucher, Passanten und andere Menschen in Sichtweite nicht selten mit lautem Bellen ankündigt, gilt der Spitz als „Kläffer„, was seiner Beliebtheit leider nicht zuträglich ist.

 

Das Bellen ist jedoch durch eine richtige und konsequente Erziehung relativ einfach abzugewöhnen.

Ist der Spitz als Therapiehund geeignet?

Als idealer Familienhund liebt der Spitz eine gehörige Portion Streicheleinheiten und gilt als sehr menschenbezogen.

Zu Therapiezwecken kann er aus diesen Gründen sehr nützlich sein und Menschen mit seinem freundlichen Wesen für eine Weile ihre Sorgen vergessen lassen.

Aufgrund seiner relativ geringen Größe kann der Spitz auch bei der Arbeit mit Kindern wertvolle Dienste leisten, denn er erscheint für die Kleinen nicht bedrohlich – ganz anders, als dies bei einer größeren Hunderasse der Fall wäre.

Rüde oder Hündin?

Ob die Entscheidung auf einen Rüden oder eine Hündin fällt, ist nicht zuletzt eine Geschmacksfrage.

Aus dem Geschlechterunterschied ergibt sich beim Spitz kein Nachteil, der ihn in irgendeiner Weise als Familienhund weniger geeignet machen würde. Der Rüde und die Hündin unterscheiden sich nicht im Charakter.

Lediglich die Läufigkeit der Hündin bedeutet geringfügigen Mehraufwand, sollte sie nicht sterilisiert werden.

Welche Eigenschaften hat Ihr Spitz? Bitte hinterlassen Sie eine Antwort und beschreiben Ihre Erfahrungen mit Ihrem Spitz!

Dieser Beitrag hat 19 Kommentare

  1. wir haben einen schwarzen Mittelspitz, ca. 4 Jahre alt. Vom Charakter her ist sie sehr liebevoll und verschmust. Mit Kindern und anderen Tieren, insbesondere Katzen, kommt sie sehr gut zurecht. Jedoch Fremden gegenüber ist sie sehr skeptisch, weshalb sie auch sehr oft bellt und sich kaum beruhigen lässt.

    1. Hallo Ronny,

      wie es aussieht, ist Ihre Mittelspitzhündin einfach nur typisch Spitz. Ein waschechter Wachhund eben. Skepsis gegenüber Fremden ist bei der Rasse erwünscht und Besucher werden zuverlässig gemeldet. Dass Ihre Hündin sich hinterher aber nicht wieder beruhigt, ist natürlich weniger erfreulich und mit diesem Verhalten haben leider einige Spitzhalter zu kämpfen. Sie müssen Ihrer Spitzdame klar machen, dass es richtig ist, bei Fremden Laut zu geben, aber Sie ab dann das Kommando übernehmen. Eine gute Hundeschule kann beim Training behilflich sein, denn dieses Bellen ist oft nur schwer wieder abzugewöhnen.

      Liebe Grüße,
      Vanessa

  2. Unser Spitzrüde ist 1 1/2 Jahre alt. Er ist extrem kontaktfreudig und freut sich riesig über jeden, dessen Aufmerksamkeit er bekommt. Er liebt Kinder und lässt sich sehr gerne lange streicheln.Am liebsten würde er den ganzen Tag spielen aber lange Spaziergänge mag er nicht so gerne. Ohne Leine kann ich ihn leider nicht laufen lassen, dass hatte ich schon versucht, aber er ist fast nicht wieder einzufangen und ich habe Angst, dass ihm etwas zustoßen könnte. Auf andere Rüden reagiert er aggressiv seit wir ihn 5 Tage in einem Hundehotel ließen. Darüber bin ich wirklich traurig, denn zuvor zeigte er nie aggressives Verhalten. Natürlich bewacht er unser Haus wie in seinen Charaktereigenschaften beschrieben. Katzen hasst er und auf unsere Wellensittiche ist er eifersüchtig. Wir haben uns so sehr an ihn gewöhnt, weil er ein wirklich lustiges Kerlchen ist und unsere Wohnung so dekoriert, wie es ihm gefällt. Leider hat er schon etliche Schuhe kaputt gebissen, macht aber mit seinem wunderschönem Lächeln alles wieder wett. Ich hätte nie gedacht, wie viel Spaß man mit einem Spitz haben kann und würde ihn niemals missen wollen.

    1. Hallo Leyla!

      Toll, wie kontaktfreudig Ihr Spitzrüde ist und dabei trotzdem sein Zuhause so zuverlässig bewacht! Dass er seit dem Aufenthalt im Hundehotel allerdings auf andere Geschlechtsgenossen aggressiv reagiert, ist schade. Haben Sie nachgefragt, ob dort etwas vorgefallen ist (z.B. im Freilauf)?

      Von der Leine sollten Sie den Hund tatsächlich nur lassen, wenn er zuverlässig abrufbar ist. Ansonsten könnten Sie dies an einer langen Schleppleine üben. So müssen Sie keine Angst haben, dass er sich nicht mehr einfangen lässt. Besteht das Problem weiterhin, wäre auch eine ausziehbare Rolleine eine Option, um dem Spitz auf Spaziergängen mehr Bewegungsfreiraum zuzugestehen.

      Was das Umdekorieren und die Schuhe angeht: Ist er vielleicht zu lange alleine zu Hause (Trennungsangst) oder ihm ist langweilig? Die Zerstörungswut könnte daher rühren.

      Beste Grüße,
      Vanessa

  3. Hallo ich habe auch einen klein spitz und erwurde noch nie agresiv sie ist sehr lieb und kommt immer zu uns um zu kuscheln ich und sie sind beste freunde

    1. Hallo Coco,

      schön, dass Sie in Ihrem kleinen Spitz einen treuen und anhänglichen Freund gefunden haben. Wir wünschen Ihnen viele schöne Kuschelstunden.

      Liebe Grüße,
      Vanessa

  4. Hallo!
    Unsere Kleinspitz Hundin ist 7 Monate alt. Sie ist sehr lieb, läuft super an der Leine aber auch ohne Leine. Sie rennt leider Vögel hinterher. Sie hört mit dem Anspringen an Fremden nicht auf.
    Ich bringe sie jetzt mit zu meiner Ausbildung zur Erzieherin und würde super gerne, sie als Therapiehund Ausbilden zu lassen.
    Sie reagiert agressiv, wenn Hunde sie beißen oder ärgern wollen (sie geht seit ihrem 2.Lebensmonat zum Hundenauslauf).
    Ich werde es trotzdem versuchen, sie in die Therapiehundausbildung zu bringen. Wir hoffen nur, dass sie den Eignungstest besteht.

    Liebe Grüße
    Claudia

    1. Hallo Claudia!

      So, wie Sie Ihre Kleinspitzhündin beschreiben, sind das leider nicht wirklich optimale Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Therapiehund. Wir drücken aber die Daumen, dass mit viel Training, Sozialisation und Geduld doch eine liebe Therapiehündin aus ihr wird, die sie später bei Ihrer Arbeit als Erzieherin begleiten kann. Lassen Sie uns wissen, ob sie den Eignungstest bestanden hat.

      Alles Liebe und viel Erfolg,
      Vanessa

  5. Ach, ich liebe Spitze!
    Den ersten Mittelspitz wollte ich gar nicht haben. War ein Notfellchen aus Malta. Drei Wochen sollte ich ihn pflegen, weil er bei den Leuten, die ihn bestellt – und bezahlt – hatten, im Auto wohnen musste. Er blieb bei mir 10 Jahre. Dann starb er, mit 16.
    Die ersten Monate mit ihm waren furchtbar. Er, der vernachlässigte Straßenköter und Tierheimhund, er biss, er fauchte, er fletschte die Zähne, er wollte mich nicht in mein Bett und in mein Auto lassen; er klaute Essen, wo er nur konnte. Und wenn er dazu auf den Tisch springen musste.
    Er sollte ja von mir weg vermittelt werden – aber niemand wollte ihn haben. Er benahm sich einfach nur scheußlich! Dreimal landete er in einer anderen Familie – und wurde immer wieder zurückgegeben.
    Er war schrecklich!
    Ich hatte damals noch eine blonde Labbihündin. Wunderbar gut erzogen, wie das ja mit Labradoren recht einfach ist. Die konnte ALLES. Sie hörte auf winzige Handzeichen, lief an der Straße frei, war absolut straßensicher. Anfangs hatte sie große Angst vor dem Spitz.
    Aber es gelang ihm doch, ihr Herz zu erobern. Wie auch meines.
    Diese Hündin hat dem Spitz unendlich viel beigebracht, was ich, als Mensch, vermutlich nicht gekonnt hätte.
    Später konnte er auch ALLES, hat sogar, unter ihrer Anleitung, mit acht Jahren noch schwimmen gelernt. Aber: er war ein Pfiffikus! Dass er Türen aufmachen konnte, nun, das wurde mir schnell klar. Kam halt ein Riegel vor. Dann machte er Fenster auf. Nachdem er einmal entdeckt hatte, dass er mich liebte, wollte er nicht mehr ohne mich sein. Nun, wenn die Haustür nicht ging, kamen die Fenster dran! Bis ich es begriffen hatte, gingen leider auch einige Dekorationen zu Bruch.
    Ich, zu meiner alten Mutter, die mich auf eine Woche besuchte: „Mama, warum hast Du denn die Gardinen in der Küche abgenommen und auf die Sitzbank geworfen?“
    Meine Mutter: „Habe ich doch gar nicht!“

    Irgendwann kam die Polizei. Meine demenzkranke Mutter hatte sie gerufen.
    Die Polizei zu mir: „Fand hier eben ein Kampf statt? Warum sind sonst alle Blumentöpfe von der Fensterbank geschmissen? Und in Scherben? Warum wurden der Drucker und die Tastatur vom Schreibtisch auf den Boden geschleudert? Warum sind die Vorhänge heruntergerissen?“
    Ich: „Das.. ääh.. war der Hund!“
    Die Polizei: „Aha, der Hund.“
    Ich: „Ja. Er ist zu Rewe gelaufen und hat mich dann da getroffen….“

    So war er. Er hing an mir mit Leib und Seele. Er konnte sich nur ganz schlecht von mir trennen. Er kannte meine Wege und wollte nicht, dass ich ohne ihn fortging. Dabei wurde er zunehmend immer artiger und wohlerzogener. Man kann das nur als eine wirklich starke Bindung bezeichnen.
    Inzwischen fraßen die beiden Hunde aus einem Napf. Oder tauschten ihre Näpfe halbleer gefressen aus. Sie nahmen sich gegenseitig Leckerchen aus dem Maul.
    Nachts jagte der Spitz Mäuse. Ich wohnte damals noch auf einem Bauernhof, mit Schweinen, Kühen und Hühnern, da gab es immer mal wieder eine Maus in der Wohnung. Der Spitz fing und erlegte sie, und legte sie mir nächtens vor die Schlafzimmertür, wie eine Katze!
    Draussen, in Wald und Flur, jagte er natürlich nie! Die Gänse auf dem Hof hütete regelrecht!
    Die gewöhnten sich daran, und sie gehorchten tatsächlich dem Spitz!
    Wenn er bellend meldete: „Achtung, es kommt ein fremdes Auto auf den Hof!“, folgten sie ihm etwas schnatternd in eine Ecke, wo sie geschützt waren. Sowas hatte ich auch noch nie gesehen.

    Dann zogen wir um, zu meiner Mutter, die nun dringend Pflege brauchte. Neben dem Haus befand sich eine Grundschule. Die ständig spielbereite Labbihündin war natürlich sofort der Star der Kinder. Aber der kleine Spitz zog nach. Auch er wollte jetzt mit Kindern spielen und Bälle apportieren.
    Ab zwölf Uhr mittags, wenn die Grundschule damals ( noch vor ein paar Jahren) aus war, hatte ich mit den Hunden nicht mehr viel zu tun. Ab der Mittagszeit befanden sich zig Blagen in meinem Garten, die nur gekommen waren, um wettzueifern, wer mit welchem Hund spazierengehen und spielen durfte. Oder sie spielten alle zusammen im Garten. Eine wunderschöne Zeit!

    Naja, nun sind die beiden Hunde tot und gestorben. Aber als es darum ging, mir einen neuen zu holen, habe ich nicht den Labrador gewählt, sondern wieder einen Spitz aus dem Tierschutz.

    Der Neue, der inzwischen auch zwei Jahre bei mir ist, ist charakterlich schon anders als der alte.
    Viel Angst hat er, und die ersten Monate waren, wie erwartet, furchtbar. Viel Bellen, viel Schnappen, besonders misstrauisch Fremden gegenüber.
    Aber auch er entwickelt sich so unwahrscheinlich toll!
    Er macht Türen auf, wie der alte Spitz, als sei es ihm angeboren. Fenster hat er noch nicht versucht, bislang kam er mit den Türen klar. Nachts muss ich einen Riegel vorschieben.
    Mäuse jagt er auch nicht. Er ahnt nicht einmal, dass irgendwo eine Maus in der Nähe sein könnte, selbst wenn er mit ihr in einem Raum ist. Und wenn er eine sähe, würde er vermutlich vor ihr weglaufen. Er hat ja auch Angst vor Igeln, vor Katzen, und vor Plastikenten. Die schaukeln ja so auf dem Wasser, als seien sie lebendig.
    Wenn ihn irgendwas betrifft, ‚erzählt‘ er mir das. Mit Quieken und Fiepen. Ungefähr so: „Hör mal, Frauli! Da haben wir doch gerade diesen schwarzen Labrador getroffen! Und der war SOOO groß. Aber er hat mich nicht gefressen! Ich habe mich aber auch ganz anständig verhalten, findest du nicht auch?“
    Morgens weckt er mich. Frage ich: „Musst du pinkeln?“, sagt er: „Wau!“ Frage ich weiter: „Willst du in den Garten?“, ruft er: „Wau, wau!“ und springt mit allen Vieren aufgeregt in die Luft. – Dieser Hund spricht! Und er erzählt! Ich habe seit 30 Jahren Hunde – das habe ich so auch noch nie erlebt.
    Er ist ein Dickschädel. Wenn er etwas nicht will, kann man ihn selbst mit Leckerchen nicht becircen.
    Lehnt er ab. Ausgehen mit jemand Fremden, der ihm unheimlich ist? Niemals. Dann fällt der Spitz auf den Bauch, die Nase zur Tür, den Hintern zum Fremden: toter Hund!
    DAS sind Spitze!
    Neulich musste ich ihn tadeln. Ich frühstücke immer im Bett. Eine Stück gebratener Speck hatte es ihm so angetan, dass er danach schnappte. Na, ich wurde böse! Oh – und dann? Wie hat sich mein weißer Mittelspitz entschuldigt! Rauf aufs Kopfkissen und ganz viel ankuscheln mit dem Kopf bei Frauli! Den Kopf immer wieder in die Halsbeuge drücken und der Wange vorbeischmiegen. „Ja, ich weiß, das war Mist von mir! Es tut mir ja so leid!“
    Das sind Spitze!
    Originelle und tolle Hunde sind es!

    1. Hallo Angelika!

      Aus jeder Ihrer Zeilen lässt sich herauslesen, wie sehr Sie Spitze lieben. Das ist einfach toll!

      Auch wenn der Anfang Ihrer Spitzliebe holprig war … Ihr damaliges Notfellchen aus Malta hat den Weg geebnet.

      Ich wünsche Ihnen noch viele schöne Jahre mit Spitz.
      Liebe Grüße,
      Vanessa

  6. Danke, Vanessa.

    Ja, ich liebe Spitze. Ich überlege jetzt, mir aktuell einen zweiten zu holen. Eine Hündin, auch aus dem Tierschutz, für meinen Hund als Kameradin. Ich bin sicher, er würde sich freuen.

    Spitze sind etwas anders als andere Hunde.
    Ich glaube, wenn man mich ließe, ich könnte unendliche Geschichten über meine Spitze schreiben.
    Sie sind keineswegs immer so, wie man das von einem wohlerzogenem Hund erwartet, wie gehorsame Labradore z.B mit der Welt umgehen, aber immer intelligent und wach! Bisweilen auch gegen den Strom, gegen die hoffnungsvollen Erwartungen!

    Aber es kommt! Man braucht Ruhe und Geduld. So lernt man seinen Spitz immer besser kennen. Und er fasst immer mehr Vertrauen. Lernt seine Kommandos, geht toll an der Leine und ist dann – freilaufend- auch wunderbar abrufbar.

    Jagen? Das kenne ich von meinen zwei Spitzen gar nicht. Es ist absolut nicht ihre Sache, hinter Rehen oder Hasen oder auch Vögeln herzulaufen. Auch Katzen werden weder gejagt noch sonst wie verfolgt. Sie bringen ihnen, im Gegenteil, Respekt entgegen.
    Das Bellen hingegen, als Manko, kenne ich, und das ist ihnen nicht so leicht abzugewöhnen, wie bisweilen geschrieben wird. Spitze haben nun mal eine Stimme, und die wollen sie auch nutzen. Das geht bis dahin, dass sie ihrem Pfleger von Erlebnissen „erzählen“ oder auch auf Fragen antworten.
    Sie nutzen ihre Stimme, um ihrer Erregung Ausdruck zu geben. Kommt da ein Traktor am Haus vorbei, oder ein Müllwagen, ja Himmel, der gehört da nicht hin! Er wird angebellt! Gleiches galt für meinem ersten Spitz bezüglich Motorrädern. Er hasste sie wie die Pest!

    Mit ihm hatte ich folgendes Erlebnis:
    Reweladen, irgendwann vor 5 Jahren: Als ich mit meiner alten, demenzkranken Mutter an der Kasse stand, war von draußen Getöse zu hören. Irgendein bekloppter Autofahrer hupte die ganze Zeit wie blöd. Dazu bellte, ebenfalls wie blöd, ein Hund. Dazu kreischten und lachten Leute vor Vergnügen. „Mutter“, sagte ich, „da hupt einer ständig. Was ist denn das für ein Trottel?“
    Wir traten aus dem Laden und fanden eine Art Schauspiel.
    Da hatte sich im Halbkreis eine Menschenmenge um mein Auto versammelt, und viele giggelten vor Lachen. Vor meinem Wagen parkte ein Motorrad, für den Spitz gehörte es da nicht hin und es sollte vertrieben werden!
    Ich fange mit der Beschreibung mal hinten an: Jedenfalls, vorn auf dem Beifahrersitz, saß meine blonde, zierliche Labradorhündin, sie blickte still und wie schamerfüllt ihre lange Nase entlang. Hinter dem Steuer hingegen klemmte der Spitz auf zwei Beinen, die Pfoten auf dem Lenker. Er hatte das Motorrad im Blick und bellte es an. Und weil er sich so aufregte, hüpfte er immer wieder hoch, und wenn er wieder runterkam, drückte er, mit den Vorderpfoten auf dem Steuer, die Hupe. Das Hupen regte ihn noch mehr auf, dann bellte er erneut, um dann hoch zu hüpfen, wieder herunter zu kommen, und erneut zu hupen.
    Die Hunde sahen aus wie ein altes Ehepaar. Sie, ganz betreten, wie peinlich berührt und still, und ihm, dem Spitz, hätte nur noch ein Hut gefehlt, um einen aufgebrachten Autofahrer zu versinnbildlichen, dem ein ( widerrechtlich parkendes) Motorrad soeben den Weg versperrt hatte. „Weg da!“, schien er zu rufen. „Machen Sie sofort den Platz frei! Ich kann hier sonst nicht rausfahren! Ich rufe die Polizei!“ Tööt! Tööt!
    Die Zuschauermenge bog sich vor Lachen. Kinder kreischten und zeigten mit den Fingern. Großväter hielten sich die Bäuche vor Lachen. Mamis hoben kleine Kinder aus den Kinderwagen, um ihnen den hupenden Hund zu zeigen.

    So sind Spitze.
    Sie sind originell. Meine Labradorhündin hätte nie gehupt. Sie hätte sich auch nie über ein Motorrad aufgeregt. Immer sehr brav, immer sehr angepasst.
    Spitze sehen das anders.
    Sie haben einen eigenen Kopf, der ihnen sagt, wie was geht. Sie sind nicht rundherum an uns angepasst. Sie denken, auf ihre Weise.
    Für sie sollte man aber auch offen sein, selber ein bisschen originell. Dann kann man sie erkennen und sich über sie freuen. Gut erzogene Labbis sind dagegen fast langweilig.

    Angelika

    1. Hallo nochmal Angelika!

      Die Anekdote mit Ihrem Spitz ist einfach zu herrlich. Anhand Ihrer Beschreibung konnte ich mir das Schauspiel sehr gut vorstellen. War bestimmt lustig und ein wenig peinlich zu gleich. Aber eine tolle Geschichte im Nachhinein betrachtet. Genial!

      Ja, Spitze sind schon etwas speziell, aber darum lieben wir sie doch auch so. 🙂

      Liebe Grüße,
      Vanessa

  7. Hallo Vanessa,
    ich schwöre, dies ist der letzte Kommentar, den ich hier schreibe, denn ich möchte nicht allen Leuten auf die Nerven gehen. Aber vielleicht ist er doch wichtig, um etwas über Spitze zu wissen.

    Da ich vorher nie einen hatte, musste ich googlen, um etwas über die Rasse zu erfahren.
    Ich fand heraus, dass Mittelspitze vom Aussterben bedroht sind, weil niemand sie mehr haben will. Ich fand heraus, dass ihre Skelette bei Pfahlbauten am Genfer See gefunden wurden, und zwar stammend aus der Jungsteinsteinzeit. Heute steht der Genfer See nicht mehr drin, aber vor 15 Jahren noch. Ist im Grunde auch egal, um welchen See es sich handelte. (Heute: Bieler See?) Jedenfalls waren da Pfahlbauten aus der Jungsteinzeit, und man fand Skelette, die den heutigen Spitzen sehr ähnlich sehen.
    Man fand sie auch verbreitet über den halben europäischen Raum, woraus geschlossen werden kann, dass der Spitz ein ganz frühes, dem Menschen zugehöriges Hundewesen war. Die Zeit lässt sich nicht genau bestimmen, aber es geht um was (inkl. der Bronzezeit) zwischen 5000 bis 800 vor Christi. So lange begleiten uns die Spitze schon!

    Jedenfalls, bestimmt hat sie in der Schweiz ( bei den Pfahlbauten) ein Zoologe namens Rütimeyer.
    Er nannte sie: Canis familiaris palustris Rütimeyer. Auf deutsch: Canis = Hund, familiaris: von Familie, auf die Familie bezogen, palustris = aus den Pfahlbauten, und dann der Name des Bestimmers: Rütimeyer.
    So stellte ich den damals neuen Spitz meiner alten, demenzkranken Mutter vor. „Ach so“, meinte sie, „Meyer heißt er also!“
    Das merkte sich der Spitz. Obwohl er eigentlich Valentino hieß, reagierte er bei meiner Mutter und anderen Menschen immer auf „Meyer“. So kam er zu seinem umfänglichen Namen ‚Valentino Meyer‘, genannt Tino.

    Damit nicht genug. Ich entdeckte das Foto eines sogenannten „Torfhundes“. Ein uralter Hundekörper, der im Moor konserviert war. Und obwohl ihm der Kopf fehlte, sah er doch genauso aus wie mein brauner Tino!
    Ich war also völlig begeistert, und trauerte regelrecht darüber, dass mein kastrierter Tino ( so kam er aus dem Tierheim) keine Kinder mehr haben konnte.
    Ich begriff, ich hatte hier – völlig unerwartet! – eine uralte Hunderasse, und die wollte ich lieb haben!
    Sein nächtliches Mäusejagen und der Respekt, den er allen anderen Tieren auf dem Bauernhof ( wo ich damals wohnte) entgegenbrachte, überzeugten mich. Nur ein solcher Hund, der Schädlinge dezimierte und der allen anderen von Menschen gehaltenen Tieren Achtung entgegenbrachte, konnte in der Jungsteinzeit mit Menschen ( in Pfahlbauten) gut zusammengelebt haben. Gleichzeitig war er ein absoluter Wächter: das Bellen! Gleichzeitig seinen Leuten treu ergeben. Gleichzeitig liebte er Kinder.
    Nun, ein Jagdhund war er absolut nicht. Dabei konnte er den Menschen nicht helfen. Er war ein Haus- und Hofhund, ein genialer Wächter vor Fremden, bescheiden in seinen Ansprüchen, und dazu gelehrig und intelligent.
    Ich habe mal eine Zeichnung gesehen, von einer Art Zigeunerkarren, wo hinten ein Spitz drauf steht.
    Das erinnert mich daran, wie meine Spitze mein Auto verteidigen. Was den Leuten gehört, die zu einem gehören, das muss bewacht und zur Not auch verteidigt werden! Anders geht es gar nicht. Dazu ist man als Spitz ja da!

    Gelehrig und intelligent:
    Nun etwas Süßes für Euch.
    Tino kannte ja nichts, als er aus dem Tierheim in Malta kam. Er biss, er fauchte, er zwackte, er war unausstehlich! Meine blonde, zierliche Labbihündin hatte Angst vor ihm. Ich musste beide getrennt füttern, denn der Spitz verdrängte sie von ihrem Napf und nahm ihr das Futter weg. Aber Hunde sind ja intelligent.
    Ich hatte damals so ganz leichte Edelstahlnäpfe, einfach nur Schüsseln, ohne Standfläche und ohne jegliches Drumherum.

    Die enttäuschte Labbihündin tat nun folgendes, nachdem ihr Napf von dem Spitz anfangs wieder leergefressen war, und er noch verteidigend davor hockte: Sie schnappte sich SEINEN Napf mit den Zähnen und trug ihn hinter mir her. „Hier, Frauli! Ich habe noch Hunger!“
    Man sah direkt, wie das im Kopf des Spitze klickerte: „Aha, so macht man das!“ Es dauerte nicht lange, da schnappte er sich IHREN Napf und trug ihn gleichfalls hinter mir her. Seinen hatte er ja nicht mehr. „Hier, Frauli, ich habe auch noch Hunger!“ – Sag mir keiner, dass Spitze nicht auch – in gewisser Weise- Apportierhunde sind. *lächel*

    Na, so ganz edel läuft das Apportieren bei ihnen nicht. Auch das Suchen nach Gegenständen – Nasenarbeit- ist nur bedingt ihre Sache.
    Ich habe immer abends mit der Labbihündin Spiele gespielt. Von klein auf. Platz machen auf einem Teppich, ich zeige ihr einen Gegenstand, dann gehe ich, und verstecke ihn irgendwo in der Wohnung und auf „Such!“, rennt sie los. Zurückbringen auf den selben Teppich, abliegen – und ausgeben in die Hand.
    Na, das sollte das Spitzchen nun auch lernen. Begriff er auch alles schnell, auch alle Kommandos, nur das Suchen wollte nicht so rasch klappen. Die Labbihündin war ihm da haushoch überlegen. Sie rannte los, suchte und brachte zuerst ihren Gegenstand, und bevor der Spitz noch recht angefangen hatte zu schnüffeln, hatte sie auch seinen schon gefunden und angebracht. Mit hängenden Ohren kam der kleine Spitz hinterher. Gehorsam machte er Platz auf dem Teppich. „Liebst du mich noch, Frauli? Obwohl mein Maul doch leer ist?“ „Na, komm, Kleiner! Guck, hier habe ich ein Häschen aus Stoff, riech mal daran! Und das verstecke ich jetzt – simsalabim- hinter meinem Rücken. Findest du das?“
    Ach, der glückliche Spitz! Riech- und Suchaufgaben mussten für ihn schlichtweg einfacher sein.

    Und dann kam folgendes: Es war eine glückliche Zeit, als wir noch im Bergischen Land wohnten und es in einem Wald einen glasklaren Weiher gab. Mit zwei Hundegehfreundinnen fuhr ich immer dort hin, die auch zwei Hunde hatten, die schwammen. Meine Labradorhündin war absolut heiß auf Wasser. Es gab dort einen Steg, von dem sie mit Anlauf in den Teich sprang, aber auch von der steilen Uferböschung aus sprang sie, und ihr Allerliebstes war, wenn man ihr einen Ball warf, den sie schwimmend suchen, fangen und apportieren konnte.
    Mit den beiden anderen Hündinnen verstand sie sich ausgezeichnet, selbst wenn es nur EINEN Ball gab, gab es nie Streit. Sie nahmen sich gegenseitig auch den Ball aus dem Maul und brachten ihn dann derjenigen der Frauen, von der sie wünschten, dass sie als nächstes würfe.

    Der Spitz sah diese Wassertoberei anfangs mit großem Misstrauen. Das heisst, er sah sie gar nicht!
    Es ging ihm so gegen den Strich, dass er sich abwenden musste und dem Teich den Hintern zukehren musste. Dabei starrte er dann ins Gebüsch. Er konnte es buchstäblich nicht ‚mit ansehen‘!
    Hunde im Wasser? Pfui Teufel!
    Das ging so über anderthalb Jahre.
    Und irgendwann geschah etwas Neues. Der Spitz hatte entdeckt, dass es Stöckchen gibt, mit denen man Zerren spielen kann. Na, ich hatte mich auch bemüht, hatte ihm immer wieder eines vor die Nase gehalten und dabei vielversprechend geknurrt. Endlich ging er darauf ein!
    Er begann einen Stock als Spielzeug zu begreifen, was er vorher auch gar nicht kannte. Er wollte sich jetzt mit mir um einen Stock balgen. Irgendwann warf ich den Stock ins Wasser.

    „Huch!“ Dreimal lief der Spitz um den Teich, bis er sich endlich hineintraute. Aber nur von der sanftesten Stelle aus, ja? Er ging ganz vorsichtig ins Wasser, bis er den Boden unter den Füßen verlor – und dabei entdeckte, dass er selbst schwimmen konnte! Nun begann er in aller Ruhe zu paddeln. Jedesmal, bei jedem Teichbesuch, ein bisschen weiter.

    Er neidete auch etwas die Labbihündin. Denn die war ja nicht faul. Diese holte doch einfach SEINE Stöcke aus dem Wasser! Unmöglich! Sollte er wieder wie ein Versager dastehen? Wie zu Hause, bei den Suchspielen? Nein, nein! Er, Valentino Meyer, wollte nun auch schwimmen und auch Stöcke holen! Da war er acht Jahre alt.

    Zu seiner Freude habe ich dann Stöcke für ihn gekennzeichnet. Ich habe alte Buchenstöcke aus dem Wald mitgenommen, sie an scharfen Ecken in der Kellerwerkstatt abgeschliffen und mit bunten Bändern verziert. Das waren nun Tinos Stöcke, die anderen Hündinnen durften und sollten die nicht holen. Das ging auch. Die standen sowieso eher auf Bälle.
    Tino schwamm dann ruhig seine Bahnen, fing „seinen“Stock“ und brachte ihn zurück. Ein bisschen mussten wir noch das Ausgeben üben, denn er wollte ihn zunächst fauchend verteidigen. Aber dann begriff er, das ohne das Ausgeben das Spiel nicht weitergehen konnte.

    Und deshalb, wenn Ihr manchmal verzweifelt mit Hunden: denkt dran, es braucht vielleicht einfach nur Zeit!
    Spitze können sehr viel lernen! Aber wenn sie aus schlechter Haltung kommen, in einem Tierheim im Käfig verwahrt wurden, brauchen sie auch Zeit! Bisweilen sogar zwei Jahre.

    Angelika

    1. Hallo Angelika!

      Sie dürfen gern Ihrer Leidenschaft für Spitze hier frönen und uns an Ihrem Wissen und Ihren Gedanken teilhaben lassen. Ich lese Ihre Kommentare sehr gerne und es liest sich aus jeder Zeile heraus, wie viel Freude Ihnen diese Rasse macht. An Ihnen ist bestimmt eine gute Züchterin verloren gegangen 🙂

      Ich wünsche Ihnen, dass diese Begeisterung für die Fellnasen immer anhält und Sie noch jahrelang Freude an Ihren Hunden haben.

      Ganz liebe Grüße,
      Vanessa

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