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Spitz Erziehung -Tipps für den Umgang mit dem Spitz


Die Erziehung eines Spitz beruht in erster Linie auf Konsequenz.

Da diese Rasse als besonders intelligent eingestuft wird, suchen diese Hunde meist einen eigenen Weg.

Wer nicht in der Lage ist, dem Spitz zu vermitteln, wer der Rudelführer ist, der wird harte Zeiten vor sich haben.

Die Konsequenz als das A und O

Auch wenn der Hund seinen liebsten Blick aufsetzt, winselt und regelrecht nach Aufmerksamkeit bettelt, darf man während der Erziehung nicht weich werden.

Der Hund würde sich das sofort merken und ähnlich wie bei einem Kind, weiß er ganz schnell, auf welchen Knopf er sprichwörtlich drücken muss, wenn er seinen Willen durchsetzen möchte.

Zu Beginn der Erziehung ist es wichtig, das zunächst grundlegende Kenntnisse vermittelt werden müssen. Es ist recht hilfreich zu wissen, dass Spitze früher als Wachhund, Hütehund und sogar als Zirkushund eingesetzt wurden (Siehe: Geschichte). Das zeigt, wie lernfreudig diese Rasse wirklich ist.

Schritt 1: Wer ist der Rudelführer?

Optimal für die Spitz Erziehung ist der Besuch der Hundeschule
Optimal für die Spitz Erziehung ist der Besuch der Hundeschule

Die Erziehung sollte zunächst in einer ruhigen und vertrauen Umgebung stattfinden. Das hilft, damit sich der Hund nicht zu schnell ablenken lässt. Mit anderen Worten sind das Eigenheim oder auch noch der eigenen Garten wunderbar geeignet.

Natürlich gibt es keine festen Erziehungszeiten, denn diese findet grundsätzlich über den gesamten Tag statt. Dennoch ist das Erlernen von einfachen Grundregeln in einer vertrauter Umgebung leichter für das Tier.

Zunächst muss der Spitz verstehen, wer der Herr oder eben auch die Herrin im Haus ist. Die Rangordnung spielt eine entscheidende Rolle, um ein friedliches Miteinander zu haben.

Viel Liebe und Geduld sind gefragt

Liebe und Geduld sind bei der Erziehung des Spitzes wichtig!
Liebe und Geduld sind bei der Erziehung des Spitzes wichtig!

Damit die Erziehung bei einem Spitz erfolgreich funktioniert, ist neben der Konsequenz die Liebe und die Geduld die stärkste Waffe für den Hundebesitzer.

Der Spitz sollte immer spüren, dass er willkommen ist und ein Mitglied der Gemeinschaft, also des Rudels ist.

Die folgenden Aktionen sollten gegenüber dem Hund unbedingt vermieden werden:

  • lautes Anbrüllen
  • wildes Gestikulieren
  • Verweigerung von Zuwendung
  • Tritte oder gar Schläge
  • schmerzhaftes Zerren an der Leine

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass das Vertrauen immer weiter abgebaut wird und der Hund sich schließlich regelrecht wehren wird, Kommandos zu befolgen.

Natürlich gibt es Methoden, um dem Hund ein Fehlverhalten vor Augen zu halten. Hier sollten Hundebesitzer am besten auf die Methoden der Hundemutter zurückgreifen. Dazu gehört der Griff in das Genick oder auch der Griff um die Schnauze.
Wer sich nicht sicher ist, wie man diese Griffe professionell anwendet, sollte sich sicherheitshalber an einen Experten oder eine Hundeschule wenden.

Mit diesen beiden Griffen gibt man dem Tier zu verstehen, dass es nicht gehorcht hat. Instinktiv ist das bei den meisten Hunden noch aus Welpentagen gut in Erinnerung.

Eine weitere Möglichkeit, um dem Hund zu zeigen, dass er sich nicht korrekt verhalten hat, ist ihn für eine kurze Zeit vom Rudel zu trennen und ihn in einen separaten Raum zu sperren. Nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz.

Richtig oder Falsch?

Konsequenz in der Spitz Erziehung
Schon im Welpenalter muss der Spitz mit Konsequenz erzogen werden.

Der Spitz ist in der Lage anhand der Stimmlage zu erkennen, ob etwas gut war oder nicht.

Daher sollten Bestrafungen, wie sie eben genannt wurden, stets mit fester und tiefer Stimme erklärt werden.

Auch kurze Kommandos wie „Nein“ oder auch das klassische „Aus“ müssen mit der Stimmlage gegeben werden.
Die Erziehung erstreckt sich über den gesamten Tag und Teil der Erziehung ist es auch, den Hund immer wieder zu loben. Hier ist eine Menge Geduld gefragt.

Liegt der Spitz friedlich in seinem Körbchen, sitzt er brav neben einen oder hört er auf ein Kommando, so muss man den Spitz das natürlich wissen lassen.

Belohnungen für den Spitz:

  • ein kleines Leckerli sollte immer griffbereit in der Tasche sein
  • mit heller und freundlicher Stimme loben
  • dafür kurze Aussagen nutzen, wie „Fein“ oder „Brav“
  • Streicheln und ein freundlicher Gesichtsausdruck

All das vermittelt dem Hund, dass er etwas gut gemacht hat.

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Das Buch gliedert sich in Allgemeine Tipps, einen 8-Wochen-Trainingsplan für Welpen und Trainingseinheiten für Junghunde.

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Welpensprache verstehen lernen.
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Für jede Woche gibt es ca. 8 Aufgaben, wobei es sich um neue Aufgaben (z.B. Übung „Platz“ lernen) oder aber Vertiefungsaufgaben (z.B. Übung „Sitz“ vertiefen) handelt.

Natürlich schafft man nicht immer alle Aufgaben innerhalb einer Woche zu lernen, dann kann man ja einfach so lange in dieser Woche verweilen, bis man „fertig“ ist.

Themen:

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Alle wichtigen Kommandos und gewünschte Verhaltensweisen werden erklärt, trainiert und dokumentiert.

Jede Übung wird Schritt für Schritt erklärt.
Jede Übung wird Schritt für Schritt erklärt.

Unter anderem: Stubenreinheit, Kommen auf Ruf und Pfiff, Sitz, Schau, An- und Ableinen, Platz, Verhalten im Café, Anspringen vermeiden, Bei Fuß, Bleib, Zerren an der Leine abstellen, Warten beim Aussteigen aus dem Auto, usw.

Ganz hinten im Buch ist auch ein Plan welcher als Vorlage für seine eigenen Notizen dienen kann.

Kurz gefasst im Buch steht alles drin was man im ersten Jahr für die Erziehung des Welpen wissen muss.

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Früh übt sich!

Für die Erziehung eines Spitz ist es nie zu spät. Je früher man jedoch damit beginnt, um so schneller wird man eine harmonische Bindung aufbauen können.

Zunächst sollte der Spitz ausschließlich mit seinen Namen angesprochen werden, damit er vertiefen kann, dass er damit gemeint ist.

Junge Welpen sind meist noch sehr verspielt und probieren vieles aus. Jetzt gilt es von Anbeginn ganz klare Grenzen zu setzen.

Mit der richtigen Stimmlage, wie sie bereits erläutert wurde und kleinen Belohnungen gelingt das in der Regel recht gut.

Bleibt natürlich noch die Frage nach der Stubenreinheit. Sprich, wie man dem Spitz schnellstmöglich daran gewöhnt, sein Geschäft nicht im Haus zu verrichten.

Tipps, wie der Spitz stubenrein wird

Spitz Stubenrein
Für die meisten Hundebesitzer ist es schnell sehr wichtig den Hund stubenrein zu bekommen.

Wenn der Spitz 12 Wochen alt ist, sollte damit begonnen werden, ihn stubenrein zu erziehen. Hierfür ist eine Beobachtungsgabe gefragt.

Als Hundebesitzer erkennt man den Drang, dass Geschäft erledigen zu müssen an wildem Schnüffeln. Sobald der Spitz das erste Mal sein Geschäft dort verrichtet hat, wo er es darf muss er ausgiebig dafür gelobt werden.
Dann ist der Hund in der Lage, sich diesen Ort dafür einzuprägen.
Geht es jedoch einmal schief, ist es ausreichend dem Hund mit fester Stimme ein „Pfui“ zu sagen.

Ein Spitz lernt mehr als Aus, Platz und Sitz!

Spitze sind unglaublich lernfähig. Daher ist es durchaus sinnvoll, diesen Hunden ein wenig mehr beizubringen, als die klassischen Befehle. Dennoch muss selbstverständlich damit begonnen werden.

Zu den Grundbefehlen für einen Spitz gelten daher unbedingt folgende Kommandos:

  • Sitz!
  • Platz!
  • Aus!
  • Steh!
  • Bleib!

Darüber hinaus steht es einem Besitzer frei, weitere Kommandos zu erlernen.

Beliebt sind bei den kleinen Hunden Tricks, wie Rollen, Springen oder auch Balancieren. Wer ausreichend Zeit und Platz hat, macht seinen Vierbeiner damit sogar glücklich, denn Spitze lernen gern.

Wenn gar nichts geht

Kinder Spitz Erziehung
Auch Kinder sollten bei der Erziehung des Spitz mit einbezogen werden.

Zwar sind alle Ratschläge stets gut gemeint, dennoch gelingt es nicht jedem Hundehalter, seinen Spitz so zu erziehen, wie er es gern hätte.

Niemand muss deswegen verzweifeln oder sich gar von dem Hund trennen.

Als professionelle Anlaufstelle gibt es inzwischen überall Hundeschulen, die einen gern bei der Erziehung des Hundes helfen.

In einer Hundeschule lernt der Spitz nicht nur weitere Kommandos zu befolgen, sondern auch, wie er sich Fremden und anderen Hunden gegenüber zu verhalten hat.

Ab wann kann man den Spitz allein lassen?

Nicht immer wird es möglich sein, rund um die Uhr für das Tier da sein zu können. Beruf und Alltag erfordern es, dass das Haus hin und wieder verlassen werden muss.

Dennoch sollte man stets bedenken, dass man einen Hund nicht den ganzen Tag allein lassen kann. Er ist ein Rudeltier und die Isolation vom Rudel macht den Hund auf Dauer seelisch krank.
Um den Spitz allein lassen zu können, muss er wenigstens stubenrein sein. Auch sollte er schon erlebt haben, wie es ist, wenn man das Haus verlässt und man sofort wiederkommt. Er versteht, dass das Verlassen des Hauses damit verbunden werden kann, dass man in jedem Fall wiederkommt.

Tipp: Hunde Clicker-Box

Hunde Clicker BoxDie Spitz- Erziehung wird mit einem Klicker wesentlich einfacher. Mit dieser Art Knackfrosch sind Sie blitzschnell in der Lage Ihrem Spitz ein Feedback zu geben.

Dank der 36 in sich geschlossenen Übungseinheiten auf Trainingskarten können Sie immer und überall mit Ihrem Spitz clickern. Das macht nicht nur Spaß, sondern fordert gleichzeitig Körper und Geist des Hundes.

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Was ist in der Box?

Clicker: Dank dem beigelegten extra leicht zu bedienenden Clicker, steht dem sofortigen Training nichts im Weg.

Begleitbuch: Hier werden die wichtigsten Grundlagen erklärt und die häufigsten Fragen zum Clickertraining erklärt.

36 Trainingskarten: Ob Clicker-Basics (5 grüne Karten), Grunderziehung (14 gelbe Karten) oder Tricks (17 blaue Karten): auf jeder Karte eine neue Übung – Schritt für Schritt erklärt.

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Clicker Box mit Handbuch, Trainingskarten, Clicker und praktischer Box. Mehr Infos dazu auf Amazon

Die Hunde-Clickerbox ist für Einsteiger ein tolles Gesamtpaket, mit dem man den leichten Einstieg ins Clickern findet.

Clickern ist durchaus auch für ältere Hunde geeignet und macht Tier und Halter Spaß, wenn man die Fortschritte so gut beobachten kann. Die Konditionierung auf den Clicker geht relativ schnell und darauf kann gut aufgebaut werden.

Die enthaltenen Karten sind robust und in einem handlichen Format. Der mitgelieferte Clicker ist für den Anfang in Ordnung – später empfehle ich den mitgelieferten Klicker durch einen Klicker mit Armband zu ersetzen.

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Wie haben Sie Ihren Spitz erzogen? Haben Sie einen Tipp für die Spitz Erziehung? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!

Dieser Beitrag hat 18 Kommentare

  1. Hallo,

    Wir haben zwei Spitz-Mädels. Eine ist ein Zwergspitz die andere ein Kleinspitz. Eigentlich sind beide absolut tolle Hunde. Die Zwergspitz Hündin ist jetzt 3 Jahre alt und hört sehr gut. Die Kleinspitz Hündin ist jetzt etwas über ein Jahr alt.. bei ihr ist das Problem das sie seit einpaar Monaten ständig am bellen ist wenn wir anderen Hunden oder Menschen beim Gassi gehen begegnen. Es ist kein aggressives bellen.. eher misstrauisch und leicht ängstlich. Was kann ich tun um ihr zu helfen in solchen Situationen entspannter zu reagieren? Selbst wenn ich ihr gut zu rede und selbe entspannt bin in der Situation dreht sie trotzdem auf.

    1. Hallo Ronja!

      Wie verhält sich denn die andere Hündin beim Gassigehen? Bleibt diese ruhig oder stimmt sie mit ein in das Bellen? Auf keinen Fall sollten Sie den Hund auf den Arm nehmen. Das könnte sie nur darin bestärken, dass ihr Bellen gerechtfertigt ist. Können Sie die Aufmerksamkeit vielleicht auf sich lenken, noch ehe es zum Bellen kommt? Die Hündin also ablenken?
      Besuchen Sie eine Hundeschule? Sonst dort vielleicht mal nachfragen, wie Sie solche Hunde- und Menschenbegegnungen am besten handhaben könnten.

      Liebe Grüße,
      Vanessa

  2. Guten Tag
    Ich habe einen Mittelspitzrüden mit 9 Monaten übernommen und fühle mich mit seiner Erziehung manchmal überfordert. Draussen ist er absolut unkompliziert und kommt mit allen Hunden klar. Er ist immer abrufbar und läuft auch angenehm an der Leine.
    Das Problem hat er mit Menschen die ihn ansprechen, ansehen oder streicheln wollen, was ich natürlich möglichst versuche zu verhindern da er auch mal schnappen kann. Er ist was Menschen betrifft extrem unsicher. Nehme an dass er nie eine Welpenschule besucht hat und deshalb nie gelenrt hat keine „Angst“ vor Menschen zu haben. Vielleicht liegt es aber auch bei mir. Er begleitet mich ins Büro und dort hat er eine Box, die ich nur schliesse wenn ein Kunde kommt (da es das Empfangsbüro ist). Es gab auch schon Vorfälle wo er Kunden ins Bein gezwickt hat.. Wenn er in der Box ist bellt und knurrt er sehr laut und drohend und lässt sich mit einem NEIN oder AUS nicht mehr abstellen. Manchmals hat er eine solche Panik, dass es seine Analdrüsen entleert. Keine Ahnung wie ich mich in diesen Situationen richtig verhalten soll oder wie ich ihm das Gefühl gebe, dass ich diese Situationen für ihn regle.
    Liebe Grüsse
    Jessica

    1. Jetzt ist er übrigens bereits 3 Jahre alt.
      LG Jessy

    2. Hallo Jessica!

      Dies klingt ja gar nicht gut. Seltsam, dass er mit allen Hunden gut auskommt, aber mit Menschen Probleme hat. Wissen Sie etwas über die Vorgeschichte Ihres Rüden? Sie haben ihn ja erst mit 9 Monaten übernommen. War er zu Ihnen anfangs auch zurückhaltend oder aggressiv?

      Beißvorfälle im Büro gehen natürlich gar nicht und es ist bestimmt anstrengend, jeden Passanten „abwehren“ zu müssen, da Sie Angst haben, Ihr Spitz könnte womöglich schnappen. Sie schreiben ja auch, dass er regelrecht Panik bekommt. Wie verhält er sich denn zu Besuchern bei Ihnen zu Hause? Ist er generell ängstlich oder nur bei Fremden?

      Ihr Problem klingt nach einem hundertprozentigen Fall für die Hundeschule. Ein Trainer sollte Ihren Hund in genau solch „brenzligen“ Situationen genau beobachten und den Grund für die Unsicherheit herausfinden. Ein guter Trainer wird mit Ihnen anschließend einen Trainingsplan erstellen, wie Sie gemeinsam daran arbeiten können und Ihr Rüde entspannt in Anwesenheit anderer Leute wird. Dies wird wahrscheinlich zeitaufwendig und ein Trainer kostet natürlich auch, aber auf lange Sicht ist es wohl das Beste.
      Damit Ihr Spitz Sie weiterhin ins Büro begleiten darf und die täglichen Gassigänge nicht zum Spießrutenlauf werden.

      Ich wünsche Ihnen schnelle Trainingserfolge und viel Glück.

      Liebe Grüße,
      Vanessa

  3. Guten Abend
    In unserem Tierheim sitzt seit gut 3 Wochen ein Kleinspitz. Wir gehen regelmäßig mit ihm spazieren und er hat in dieser kurzen Zeit schon unheimlich viel gelernt und versucht immer alles um uns zu gefallen. Da er mir wirklich ans Herz gewachsen ist, und er sich uns eng angeschlossenen hat, würde ich ihn gerne übernehmen. Allerdings wurde er von der letzten Besitzerin (sie hatte ihn nur 3 Wochen) abgegeben, weil er ihr wohl das ganze Hsus vollgepinkelt hat. Er ist jetzt seit c.a. 2 1/2 Wochen kastriert, markiert aber nach wie vor in seinem Zwinger. Auch bei einem kurzen Ausflug zu meinen Eltern hat er in die Wohnung gepinkelt, obwohl wir vorher draußen waren (der Menge nach, musste er aber wirklich und hat nicht nur markiert). Er ist schon ein Jahr alt und ich habe Bedenken, dass Problem nicht in den Griff zu bekommen.
    Haben Sie einen Rat für mich?
    VG Sandra

  4. Guten Abend
    In unserem Tierheim sitzt seit gut 3 Wochen ein Klein-/oder Mittelspitz. Wir gehen regelmäßig mit ihm spazieren und er hat in dieser kurzen Zeit schon unheimlich viel gelernt und versucht immer alles um uns zu gefallen. Da er mir wirklich ans Herz gewachsen ist, und er sich uns eng angeschlossenen hat, würde ich ihn gerne übernehmen. Allerdings wurde er von der letzten Besitzerin (sie hatte ihn nur 3 Wochen) abgegeben, weil er ihr wohl das ganze Hsus vollgepinkelt hat. Er ist jetzt seit c.a. 2 1/2 Wochen kastriert, markiert aber nach wie vor in seinem Zwinger. Auch bei einem kurzen Ausflug zu meinen Eltern hat er in die Wohnung gepinkelt, obwohl wir vorher draußen waren (der Menge nach, musste er aber wirklich und hat nicht nur markiert). Er ist schon ein Jahr alt und ich habe Bedenken, dass Problem nicht in den Griff zu bekommen.
    Haben Sie einen Rat für mich?
    VG Sandra

    1. Hallo Sandra,

      zuerset möchte ich einmal sagen, wie toll ich es finde, dass ihr dem Spitz ein neues Zuhause geben möchtet. Ich kenne so einige Gassi-Gänger, die später ihre Favoriten adoptiert haben 🙂
      Nun zu Eurem Problem: Es gibt sehr viele Gründe, warum ein erwachsener Hund nicht stubenrein ist. Beispielsweise:
      1. Er hat es vielleicht nie gelernt! Wer war denn der Besitzer, bevor die letzte Vorbesitzerin ihn nach drei Wochen wieder abgegeben hat? Ist darüber etwas bekannt? Es könnte gut sein, das ihm dies nie beigebracht wurde. In diesem Fall könnte es schon helfen, wenn Du die oben genannten Tipps zur Stubenreinheit versuchst. Dies funktioniert nicht über Nacht und auch in den drei Wochen bei der letzen Halterin könnte diese Zeitspanne zu kurz gewesen sein oder sie hat nicht mit ihm geübt o.Ä.
      2. Es könnte krankheitsbedingte Ursachen geben, wie Hormonschwankungen, Blasenentzündungen, Nierenprobleme, Diabetes oder andere Krankheiten. Dies könnte beim Tierarzt sicherlich abgeklärt werden. Die Tierheime haben da ja oft einen an der Hand, der vielleicht einen Blick auf den Hund werfen könnte.
      3. Angst und Unsicherheit. Wenn über die Vorgeschichte wenig bekannt ist, könnte es auch sein, dass der Spitz in seinen ersten Lebensmonaten schlimme oder anderweitig negative Erfahrungen gemacht hat. Es könnte ja gut sein, dass er nur im Haus gehalten wurde, nicht oft rauskam, geschlagen wurde, viel alleingelassen wurde usw.
      4. Der Hund pinkelt vor Aufregung oder ist besonders unterwürfig. Meine Hündin hat das im ersten Lebensjahr immer gemacht, wenn ich zur Tür reinkam. Selbst, wenn ich nur 5 Minuten weggewesen bin. Auch bei Freude oder Aufregung ist es hin und wieder vorgekommen. Selbst jetzt noch mit fast 4 Jahren kommt es (zwar sehr selten) aber immer nochmal vor. Als ich mein Baby bekommen habe und ein paar Tage im Krankenhaus war, gab es beim Wiedersehen auch eine Pfütze von meiner Madammi. 😉
      Wenn gesundheitlich alles in Ordnung ist, dann bin ich mir sicher, dass dieses Problem in den Griff zu bekommen ist. Ihr braucht vermutlich nur Geduld, eine Menge Küchenpapier und einen guten Wischmop 😉
      Tipps die helfen:
      – Geht alle 2-3 Stunden raus, wenn möglich
      – Haltet feste Fütterungszeiten ein, dann gibt es auch regelmäßige „Häufchen“-Zeiten.
      – Schimpft nicht mit dem Hund! Bringt ihn nach draußen, wenn ihr ihn erwischt oder verfrachtet ihn in einen Nebenraum, wenn ihr nicht beim Malheur anwesend ward und wischt es kommentarlos weg.
      – Geht morgens immer als erstes mit dem Hund raus. Er kann auch kurz in den Garten, falls vorhanden.
      – Vorm Zubettgehen noch einmal kurz vor die Tür.
      – Evtl. eine Welpentoilette anbieten.
      Natürlich kann auch ein Hundetrainer einen Blick auf die Situation werfen oder hat noch einen Rat für euch. Im Tierheim nachfragen, ob die jemanden empfehlen können.
      Ich wünsche dem kleinen Spitz, dass er bald bei Euch einziehen darf und Ihr alles in den Griff bekommt. Wenn der Hund erstmal richtig ankommt und ein Zuhause hat, ist alles möglich.

      Alles Gute, viel Erfolg und hoffentlich bald einen neuen stubenreinen Mitbewohner 🙂
      Liebe Grüße,
      Vanessa

  5. Entschuldigung, habe meine Frage aus Versehen 2x geschickt

    1. Macht nix 🙂

  6. Hallo zusammen,
    habe vor einem Monat einen Kleinspitz geholt. Als ich mein Hund abgeholt habe, waren die anderen Welpen und auch die Hündin sehr verspielt und auch super zutraulich zu mir als Fremdperson. Nach einem Monat bellt meine Kleine andere Leute meist an und gegenüber Fremden ist sie sehr vorsichtig. In die Nähe kommen oder gar anfassen geht gar nicht. Wie sollte ich mich am besten mit dem Hund verhalten, bzw wie kann ich sie an andere Menschen gewöhnen? Habe sie auch mit zur Arbeit und nach einem Monat bellt sie immer noch auf meine Arbeitskollegen und lässt sich gar nicht streicheln. Wie sollte ich vorgehen?
    Vielen Dank

    1. Hallo Kristina!

      Was hat Deine Hündin beim Züchter denn schon alles erleben dürfen? Wurde sie dort sozialisiert? Hatte sie Kontakt zu Menschen, Kindern anderen Tieren? Was habt Ihr/Du in dem Monat wo sie bei Dir ist, mit ihr gemacht? Geht ihr in einen Welpenkurs? Seit ihr viel draußen? In belebten Gegenden? Kommt viel Besuch? Oder lebt sie mit Dir alleine und hat wenig Kontakt zu anderen Personen?
      Der Spitz ist ein guter Wächter und von Natur aus skeptisch gegenüber Fremden. Diese kündigt er darum gerne mit lautem Bellen an und gibt „Alarm“. Dies hat ihm zum Teil auch den Ruf als Kläffer eingebracht.
      Es wäre vielleicht gut, wenn fremde Personen sie möglichst ignorieren, nicht anfassen, ansprechen und schon gar nicht bedrängen. Also überhaupt nicht auf das Bellen etc. reagieren, sondern einfach weitermachen. Beispielsweise deine Kollegen im Büro.
      Was im Büro vermutlich nicht geht, zu Hause aber schon:
      In einen anderen Raum schicken! Kommt Besuch, wird sie entweder auf ihren Platz verwiesen und hat dort zu warten oder sie kommt zuvor wirklich in ein anderes Zimmer und wird von Dir später hinzu geholt. Evtl. auch erstmal an der Leine. Fängt sie Theater an, geht es schnurstracks wieder hinaus. Damit sie einfach lernt, dass ihr „Wachtrieb“ und das Bellen nicht erwünscht sind. Im Büro dann vielleicht in ihr Körbchen unter dem Tisch oder eine Transportbox.
      Vielleicht kann es helfen, wenn Deine Kollegen kleine Leckerchen dabei haben, die Du verteilst. Diese könnten der Hündin hin und wieder zugeworfen werden. Ohne viel Tamtam. Einfach, dass sie merkt, es geht keine Gefahr von diesen Personen aus. Im Gegenteil 🙂
      Vielleicht kannst Du auch in der Hundeschule nachfragen, was du sonst noch versuchen kannst oder stellst Deine Frage in einem Spitzforum.
      http://www.spitz-info.de/

      https://www.polar-chat.de/
      Viel Erfolg und ich hoffe, die Situation bessert sich bald. Halte uns gerne auf dem Laufenden und berichte, was am Ende geholfen hat.
      Vanessa

      1. Beim Züchter konnte Sie nur den Umgang mit Kinder und anderen Besuchern kennen lernen. Der heutige Stand ist so, dass wenn Besuch zu uns kommt( mein Bruder oder Eltern) Sie erst Misstrauisch ist aber nach weniger Zeit sich daran gewöhnt und danach mit dem Besuch spielen möchte. Ich vermute also das meine Kleine eigentlich recht gut sozialisiert ist. Kontakt zu anderen Hunden hat Sie, wenn wir im Park spazieren gehen. Einen Welpenkurs besuchen wir nicht, da ich Beruflich das nicht schaffe. Wir gehen jeden Tag min 60 min in den Wald, wo sich der Hund austoben kann. Mit Kindern kommt meine Hündin sehr gut zurecht, da ich selber eine 5 jährige Tochter habe.

        Mit dem Bellen, da Arbeiten wir noch dran aber ich bin guter Dinge. Ich danke für die Hilfestellung und werde weiter darüber berichten wie sich die Situation entwickelt.

        Vielen Dank für die Hilfe
        Gruß Kristina

        1. Hallo Kristian!

          Ja, bitte berichte, wie es bei euch weitergeht 🙂
          Wir sind gespannt.

          Liebe Grüße,
          Vanessa

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